{"id":224,"date":"2015-03-18T21:13:00","date_gmt":"2015-03-18T21:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bkircher.at\/?p=224"},"modified":"2015-11-07T06:35:10","modified_gmt":"2015-11-07T06:35:10","slug":"burma-2015-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bkircher.at\/wordpress\/burma-2015-2\/","title":{"rendered":"Burma 2015"},"content":{"rendered":"<section  class='av_textblock_section av-av_textblock-0366cc7376be6c9e82a3e9cc8987b64f '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><h1 class=\"\">Burma 2015<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.bkircher.at\/wp_bkircher\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/DSC_5399.jpg\" alt=\"DSC 5399\" title=\"DSC_5399.jpg\" border=\"0\" width=\"600\" height=\"400\"><\/p>\n<p>Seit Jahren steht <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Myanmar\"><strong>Burma<\/strong><\/a> ganz oben auf der Liste unserer Wunsch-Reiseziele, denn im Gegensatz zu vielen anderen ostasiatischen L\u00e4ndern hat sich das Land, leider bedingt durch die Milit\u00e4rdiktatur bis 2011, einen Teil seiner Authentizit\u00e4t bewaren k\u00f6nnen. Da nun immer mehr Touristen Burma st\u00fcrmen wollten wir unter den <em>Early-Birds<\/em> sein und soviel wie m\u00f6glich vom Charme des Landes erleben. <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2 class=\"\">Freitag 20.1. (Tag 1)<\/h2>\n<p>Mit einer Boing 787 <em>Dreamliner<\/em> verlassen wir Wien Richtung Doha, von wo, nach kurzer Wartezeit, uns ein Airbus 330 direkt nach Rangun bringen soll. Aber mitten im Landeanflug auf den Flughafen der ehemaligen burmesischen Hauptstadt (seit 2005 ist es ja <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Naypyidaw\">Naypyidaw<\/a>) wird unserer Maschine wegen \u201cdichten Nebels\u201d die Landegenehmigung durch den Flughafen entzogen. So landen wir eine Stunde sp\u00e4ter in Chiang Mai in Thailand, nach gef\u00fchlten 50 Stunden und reellen 3 Stunden (wir d\u00fcrfen das Flugzeug nicht verlassen und werden in st\u00fcndlichen Mitteilungen \u00fcber die Nebelsituation in Rangun informiert) treten wir den Flug nach Rangun an, wo wir mit \u00fcber 5 Stunden Versp\u00e4tung endlich am Ziel ankommen.<\/p>\n<h2 class=\"\">Samstag, 21.2 (Tag 2)<\/h2>\n<p>Unsere Reiseleiterin <em>Tscho Tscho<\/em> begr\u00fc\u00dft uns am Flughafen und bringt uns als ersten Programmpunkt in unser Hotel. Auf der Fahrt gibt es eine kurze Einf\u00fchrung in das Land Burma\/Birma\/Myanmar, die Sprache (<em>Mingala Ba<\/em> hei\u00dft <em>Guten Tag<\/em>) und in das versp\u00e4tungsbedingt verk\u00fcrzte Besuchsprogramm in Rangun. Nach kurzer Verschnaufpause bei Kaffee und Papaya startet die Besichtigungstour in Rangun<\/p>\n<h3 class=\"\">Botataung &#8211; Buddhas\u2019s First Sacred Hair Relic Pagodia<\/h3>\n<p>Das Besuchsprogramm muss wegen der versp\u00e4teten Ankunft etwas verk\u00fcrzt werden &#8211; leider war f\u00fcr Rangun nur ein Tag eingeplant. Nun sind es nur mehr wenige Sunden die wir der ehemaligen Hauptstadt Myanmars widmen k\u00f6nnen und es beginnt mit dem Besuch der Botataung Pagode. Einige Tonnen Gold ist um ein paar Haare des Buddhas drapiert, R\u00e4ume mit W\u00e4nden und Decken aus Gold sollen dem gl\u00e4ubigen Buddhisten und den zahlungskr\u00e4ftigen Touristen ein paar Kyats (einheimische W\u00e4hrung wird <em>Tschaks<\/em> ausgesprochen) entlocken. Der gesamte Komplex ist auf jeden Fall einen Besuch wert und an das obligate <em>Schuhe ausziehen<\/em> beim Betreten einer Pagode haben wir uns schnell gew\u00f6hnt.<\/p>\n<h3 class=\"\">Marsch durch Altstadt<\/h3>\n<p>Der Glanz alter (Kolonial-) Zeiten, wenngleich aus einer f\u00fcr Burma wenig ruhmreichen Epoche, wird uns beim Spaziergang entlang der Hafenpromenade und der Innenstadt pr\u00e4sentiert. Beginnend beim legend\u00e4ren Strandhotel (wo wir sogar kurz eintreten) und vorbei an weiteren Bauten dieser Epoche lernen wir gleich die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts kennen.<\/p>\n<h3 class=\"\">Liegender Buddha von Chaukhtatkyi<\/h3>\n<p><em>Schuhe ausziehen!<\/em> hei\u00dft es auch beim Besuch des 75m langen liegenden Buddhas von Chaukhtatky, der uns trotz seiner Ausma\u00dfe wenig beeindruckt, denn daf\u00fcr ist das heilige Kunstwerk zu neu (20.Jhdt.)<\/p>\n<h3 class=\"\">Shwedagon Pagode<\/h3>\n<p>Das Highlight des Tages ist sicherlich der Besuch der Shwedagon Pagode einem gro\u00dfen Pagodenkomplex mit Zillionen von Besuchern. Per Lift werden wir auf den, auf einer kleinen Anh\u00f6he errichten Pagodenkomplex gebracht und staunen wieder einmal, nach dem Ausziehen der Schuhe, \u00fcber Gold, Gold und wieder Gold.<\/p>\n<h3 class=\"\">Abendessen in Stra\u00dfenk\u00fcche<\/h3>\n<p>Das Abendessen nehmen wir (ohne unsere Reisegruppe) in einer Stra\u00dfenk\u00fcche ein, die Begeisterung angesichts der hygienischen Situation h\u00e4lt sich anfangs in Grenzen. Nach dem Verkosten der lokalen Speisen sind wir aber begeistert, denn f\u00fcr wenige Kyats (umgerechnet etwa 3,5 EUR f\u00fcr 2 Personen) erhalten wir ein ausgezeichnetes burmesisches Essen mit Reis, Nudeln, Gem\u00fcse, Fleisch und wer wei\u00df, was sonst noch allem.<\/p>\n<h2 class=\"\">Sonntag, 22.2. (Tag 3)<\/h2>\n<p>Ein anstrengender Tag, der um 3:30 beginnt da wir um 6:10 mit dem Flugzeug nach Bagan fliegen. In Bagan stehen \u00fcber 2000 Pagoden aus dem 11. bis 13. Jahrhundert &#8211; teilweise sind es nur mehr Ruinen, teilweise gut erhaltene oder aber leider auch schlecht renovierte Bauten.<\/p>\n<h3 class=\"\">Markt in Nyaung Oo<\/h3>\n<p>Bevor es zu den Pagoden geht besuchen wir noch den Markt von Nyaung Oo. Neben wohlriechenden Kr\u00e4utern, Gew\u00fcrzen und Obst werden auch Frischfleisch und fangfrischer Fisch feilgeboten. Die G\u00e4nge zwischen den St\u00e4nden sind sehr schmal, so dass gelegentliche Rempeleien nicht ausbleiben, und bei der H\u00f6he der schattenspendenden Segeln dar\u00fcber muss man hinundwieder den Kopf einziehen.<\/p>\n<h3 class=\"\">Shwe Zigon Pagode<\/h3>\n<p>Endlich geht es zur ersten Pagode Bagans &#8211; der Shwe Zigon Pagode. Sie gilt zu recht als sch\u00f6nste Pagode der Gegend denn die Kombination aus wei\u00df gekalkten Mauern und goldenen Stuppas wirkt auch auf Nichtbuddhisten beeindruckend. Dass wir dort nicht die einzigen Touristen sind ist uns auch bewusst.<\/p>\n<h3 class=\"\">Htilo Minlo Tempel<\/h3>\n<p>Deutlich weniger Gold gibt es im <em>Htilo Minlo Tempel<\/em> zu sehen, mit Ausnahme einer Buddha-Figur gibt es nur Backsteine (zum Teil aus dem 11. &#8211; 13. Jahrhundert) zu sehen. Daf\u00fcr werden vor dem Tempel von zwei \u201cGiraffen-Frauen\u201d die Herstellung eines Webteppichs gezeigt und zahlreiche Souvenirverk\u00e4ufer belagern uns mit ihren Waren, so dass wir ein Artefakt dieser Zeit von 20.000 Kyats auf 5.000 Kyats herunterhandeln.<\/p>\n<h3 class=\"\">zwei kleinere Tempel<\/h3>\n<p>Zwei weitere Tempelbesuche, angeblich Dhammayangyi Pahto-Tempel aus dem 12. Jahrhundert und den Thatbyinnyu-Tempel, folgen &#8211; bei 2200 Tempel stehen gen\u00fcgend zur Auswahl. Die Prozedur ist immer die gleiche: Ankunft am Tempel, kurze Erkl\u00e4rung was das Besondere ist, <em>Schuhe ausziehen!<\/em> und Fotos machen.<\/p>\n<h3 class=\"\">Ananda Pagoden Komplex<\/h3>\n<p>Beeindruckender pr\u00e4sentieren sich vier ca. sieben Meter hohe Buddhastatuen auf den jeweiligen Innenseiten der <em>Ananda Pagode<\/em>. Der Baustil ist ebenfalls h\u00f6chst interessant, da innerhalb der Tempelmauern erst der eigentliche Tempel mit den Statuen befindet.<\/p>\n<h3 class=\"\">gemeinsames burmesisches Mittagessen<\/h3>\n<p>Wenn man ein Land bereist, dann sollte man auch das Essen dieses Landes kennenlernen. Unser erster Eindruck von Samstag wurde beim gemeinsamen burmesischen Mittagessen noch verst\u00e4rkt: man will nicht immer wissen was drinnen ist &#8211; aber schmecken tut es meistens gut.<\/p>\n<h3 class=\"\">Ausruhen im Hotel<\/h3>\n<p>Das <em>Bagan Hotel River View<\/em> ist eine positive \u00dcberraschung: saubere und ger\u00e4umige Zimmer, geschichtlich bedeutend (denn hier hat in den 1920er Jahren Lord Mountbatten \u00fcbernachtet) ein gutes Restaurant und idyllisch am <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irrawaddy\">Ayeyarwady<\/a>-Fluss und mitten in Alt-Bagan gelegen.<br \/>\nTierisches Highlight sind die unz\u00e4hligen und recht frechen Eichh\u00f6rnchen in den gewaltigen Baumkronen der weitl\u00e4ufigen Anlage. Die putzigen Nager freuen sich \u00fcber die von uns hingeworfenen Erdn\u00fcsse und kommen uns fast in Reichweite.<\/p>\n<h3 class=\"\">Sonnenuntergang in Bagan<\/h3>\n<p>Atemberaubend ist auch der letzte Besuchspunkt des Tages: der Sonnenuntergang \u00fcber Bagan, den wir vom etwas h\u00f6hergelegenen [?]-Tempel aus beobachten k\u00f6nnen. Durch seine bevorzugte Lage erblicken wir etliche der 2200 Pagoden Bagans im warmen Licht der untergehenden Sonne. Hier zahlt es sich definitiv aus, die eine oder andere Panormaaufnahme der Gegend zu machen.<\/p>\n<h2 class=\"\">Montag, 23.2 (Tag 4)<\/h2>\n<h3 class=\"\">Dorfbesichtigung Min Nan Thu<\/h3>\n<p>Um das Leben der Menschen in Burma besser verstehen zu k\u00f6nnen, werden wir in das Dorf <em>Min Nan Thu<\/em> eingeladen. Beginnend in der Grundschule des Dorfes werden wir von der Frau des <em>B\u00fcrgermeisters<\/em> zu den wesentlichen Geb\u00e4uden des Dorfes begleitet. Wir staunen nicht schlecht, noch Frauen zu sehen, die das Wasser vom Dorfbrunnen holen m\u00fcssen. Ebenso ungew\u00f6hnlich f\u00fcr uns ist die von Ochsen betriebene Erdnussm\u00fchle, mit der Erdnuss\u00f6l gewonnen wird. Dennoch kennt man auch ein paar Annehmlichkeiten der westlichen Welt wie elektrisches Licht &#8211; das bezieht seinen Strom aus einer Autobatterie, die mittels Solarpanel geladen wird.<\/p>\n<h3 class=\"\">Nandamannya Tempel<\/h3>\n<p>Der letzte Tempel der Bagan-Periode ist der Nandamannya Tempel. Dieser wurde nicht mehr vollst\u00e4ndig fertiggestellt, denn als die Khmer das Land eroberten waren die Wandmalereien in der rechten Tempelh\u00e4lfte noch nicht fertig gemalt.<\/p>\n<h3 class=\"\">Lackwarenfabrik<\/h3>\n<p>Eine Reihe von Handwerkern werden wir in den n\u00e4chsten Tagen noch besuchen, die Lackwarenfabrik macht dabei den Anfang. Im Gegensatz zu anderen Reisen hat man gottseidank nicht das Gef\u00fchl unbedingt etwas kaufen zu m\u00fcssen oder gar einer Verkaufsveranstaltung bei zu wohnen. In jener Fabrik werden also Teller, Schalen, Boxen, \u2026 zb. aus Holz oder Korbgeflecht hergestellt und dann aufw\u00e4ndig mit Lack \u00fcberarbeitet. Das Ergebnis ist mit den zahlreichen Verzierungen nicht gerade billig. Besonders gut kommt bei uns an, dass einer der <em>Kunstschnitzer<\/em> die Sonnenblende vom Fotoapparat mit einem Elefanten verziehrt.<\/p>\n<h3 class=\"\">Mittagessen<\/h3>\n<p>Weitaus westlicher ist das heutige Mittagessen in einem von unserer Reisef\u00fchrerin empfohlenen Restaurant: es gibt Sojapastenbrot, welches fast wie Schwarzbrot schmeckt und sonstiges burmesisches Essen welches aber europ\u00e4ischen Standards entspricht.<\/p>\n<h3 class=\"\">Flussbootsfahrt am Ayeyar<\/h3>\n<p>Wir steigen vom Bus auf ein Schiff um, welches uns am Ayeyarwady stromaufw\u00e4rts zum Kyaukgu Umin-H\u00f6hlentempel bringt (vom Fluss selbst muss man dann noch ca. 30 Minuten dorthin wandern). Die relativ neue Anlage aus den 1950er Jahren ist nicht besonders spektakul\u00e4r. Auch nicht wesentlich spannender ist der kurze Besuch eines Fischerdorfes, wenngleich wir zwischen freilaufenden Schweinen herumspazieren k\u00f6nnen.<br \/>\nViel romantischer wird es dann, als wir auf den Sonnenuntergang am Ayeyarwady warten. Wir sind mit dem Boot etwas fr\u00fcher dran und haben Durst, aber nicht auf Wasser alleine \u2026 ein kurzer Anruf unserer Reiseleiterin und wenige Minuten sp\u00e4ter werden uns Cola und das ausgezeichnet schmeckende Myanmar-Bier per Boot geliefert. So macht das Erleben des Sonnenuntergangs am Ayeyarwady, wenngleich mit zahlreichen weiteren Touristenbooten, viel mehr Spa\u00df. <\/p>\n<h3 class=\"\">gemeinsames Abendessen im Hotel<\/h3>\n<p>Obwohl die Preise durchaus westliches Niveau besitzen, wollen wir auf ein ordentliches Abendessen nicht verzichten, denn in der wundersch\u00f6nen Gartenlandschaft wird wieder das ausgezeichnet schmeckende burmesisches Essen und Myanmar-Bier serviert. Und dazu kann man sich auch das Marionettenspiel einer lokalen K\u00fcnstlerin anschauen.<\/p>\n<h2 class=\"\">Dienstag, 24.2. (Tag 5)<\/h2>\n<h3 class=\"\">mit dem Bus von Bagan nach Mandalay<\/h3>\n<p>Etwas \u00fcber 200 km sind es von Bagan in die alte K\u00f6nigsstadt Mandalay. Auf einer europ\u00e4ischen Autobahn w\u00e4re die Strecke in weniger als 2 Stunden zu bew\u00e4ltigen. In Burma dauert es hingegen fast 6 Stunden reine Fahrzeit &#8211; die wir aber durch einige Zwischenstopps aufwerten. Ein in Gegenrichtung f\u00fchrende Oldtimerralley l\u00e4sst uns bei den vielen entgegenkommenden Oldtimer ebenfalls die lange Reisezeit vergessen.<\/p>\n<h4 class=\"\">Palmenplantage<\/h4>\n<p>Neben der Ernte der Palmmilch (auf Palme klettern und Auffangbeh\u00e4lter austauschen) wird uns auch die Gewinnung von Palmschnaps durch Destillation von vergorener Palmmilch gezeigt. Nat\u00fcrlich werden uns auch Kostproben der Endprodukte und gr\u00fcner Tee serviert. <\/p>\n<h4 class=\"\">Taung Kalat<\/h4>\n<p>\u201cSpiritueller H\u00f6hepunkt\u201d ist das Taung Kalat Kloster, welches auf einem Felsen am <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mount_Popa\">Mount Popa<\/a>, einem inaktiven Vulkan gelegen ist. Zu erreichen ist es \u00fcber 777 Stufen, wobei die Stufen durch die zahlreichen Souvenirshops noch nicht mitgez\u00e4hlt sind. Verkompliziert wird das ganze noch durch die vielen Affen, die nicht nur aggressiv betteln k\u00f6nnen, sondern auch die Stufen durch Kot, und man ist ja barfu\u00df unterwegs \u2026, verunreinigen. Deshalb haben nicht alle der Reisegruppe die Aufstieg gewagt.<\/p>\n<h4 class=\"\">Mittagessen<\/h4>\n<p>Sehr gerne beurteile ich Restaurants nach dem Zustand ihrer WCs. H\u00e4tte ich das bei unserem Mittagsrestaurant gemacht: ich h\u00e4tte nichts gegessen. Katastrophale hygienische Verh\u00e4ltnisse t\u00e4uschen aber \u00fcber ein wunderbares Nudelgericht und zwei Myanmar-Bier hinweg.<\/p>\n<h3 class=\"\">Eintreffen in Mandalay<\/h3>\n<p>Nach dem Einchecken im Hotel (ger\u00e4umige Zimmer!) begeben wir uns auf Futtersuche in der ehemaligen K\u00f6nigsstadt <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mandalay\">Mandalay<\/a>. Nudel- oder Reisgericht und ein paar Bier w\u00e4ren das Ziel, aber Passendes haben wir als Fu\u00dfg\u00e4nger in dieser fu\u00dfg\u00e4ngerunfreundlichen Stadt (wie so viele ostasiatische Metropolen) nicht gefunden. So gibt es das Abendessen, wir begn\u00fcgen uns mit einer Suppe, in einem muslimisch, chinesischem Restaurant &#8211; nat\u00fcrlich ohne Alkohol. Das nicht erh\u00e4ltliche Bier wird dann im \u201cGastgarten\u201d getrunken &#8211; wobei unter Gastgarten ein paar Tische und Plastikhocker an einer belebten Kreuzung mit nervenden, hupenden Autos zu verstehen ist. Dennoch hat es herrlich geschmeckt.<\/p>\n<h2 class=\"\">Mittwoch, 25.2. (Tag 6)<\/h2>\n<p>Entgegen dem vom Reiseveranstalter vorgeschlagenem Programm hat unsere <em>Tscho Tscho<\/em> ein besseres Programm f\u00fcr Mandalay extra f\u00fcr uns zusammengestellt &#8211; insbesondere der angebliche \u00dcberblick vom Mandalay Hill w\u00e4re angesichts von Smog und Dunst sinnlos gewesen. Daf\u00fcr d\u00fcrfen wir den Sonnenuntergang bei der ber\u00fchmten <em>U Bain Br\u00fccke<\/em> erleben.<\/p>\n<h3 class=\"\">\u201cSu Taung Pyai Pagoda\u201d am Berg<\/h3>\n<p>Erster Besuchspunkt ist die <em>Su Taung Pyai Pagoda<\/em> auf einem kleinen H\u00fcgel \u00fcber Mandalay, wohin wir mit zwei kleinen Jeeps und mehreren Rolltreppen(!!) gebracht werden. Gold und Spiegel verzieren die vielen B\u00f6gen des Tempel, und der Ausblick auf Mandalay w\u00e4re interessant, g\u00e4be es nicht soviel Dunst und Smog.<\/p>\n<h3 class=\"\">Kuthodaw Pagode<\/h3>\n<p>Die 729 Tafeln der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kuthodaw-Pagode\">Kuthodaw Pagode<\/a> bilden das gr\u00f6\u00dfte Buch der Welt, welche als Erinnerung an das Buddhistenkonzil von 1871 errichtet wurde. Teilweise werden diese historischen Anlagen nur st\u00fcmperhaft renoviert bzw. mit Kalk get\u00fcncht. <\/p>\n<h3 class=\"\">kurzer Fotostop an alter Palastmauer<\/h3>\n<p>Beeindruckend ist die alte Mauer des ehemaligen K\u00f6nigspalasts der heute aber nur mehr dem Milit\u00e4r dient, denn die Seitenl\u00e4ngen der quadratischen Grundform mit dem weiten Wassergraben betragen etwa 2,5 km!<\/p>\n<h3 class=\"\">Shwe Nandaw Kyaung<\/h3>\n<p>Die Pagode welche vollst\u00e4ndig aus Teakholz gebaut wurde, ist Teil des K\u00f6nigspalast der 1942 von britischen Soldaten schwer bombardiert wurde, da sich Burma mit den japanischen Besatzern offenbar zu gut verstanden hat.<\/p>\n<h3 class=\"\">F\u00fcnf Handwerker<\/h3>\n<p>Gleich f\u00fcnf Handwerker zeigen uns ihr Schaffen<br \/>\n* <em>Plattgoldfabrik<\/em>: Schwei\u00dftreibend und archaisch werden die \u201cB\u00fccher\u201d mit den dazwischen gelegten Goldpl\u00e4ttchen mit 3kg schweren H\u00e4mmern geklopft. In mehreren Durchg\u00e4ngen werden die gewonnen Pl\u00e4ttchen weiter zerteilt und dann wieder flachgeklopft.<br \/>\n* <em>Stickerei und Holzschnitzerei<\/em>: gleich zwei Handwerker in einer Werkst\u00e4tte zeigen uns wie man die weit verbreiteten Holzfiguren und Stickereien (goldene Pl\u00e4ttchen und Kugeln auf Samt) erzeugt.<br \/>\n* <em>Steinmetz<\/em>: in einer Stra\u00dfe voll mit Steinmetzateliers ist es kein Problem dem Schaffen dieser Zunft beizuwohnen. Zumeist wird Marmor aus nahegelegenen Steinbr\u00fcchen bearbeitet. Viele der geschaffenen Skulpturen stellen Buddhas dar, wobei der K\u00f6rper von beliebigen Arbeitern, der Kopfs aber nur vom \u201cChef\u201d pers\u00f6nlich gemeiselt werden.<br \/>\n* <em>Bronzegie\u00dferei<\/em>: auch hier zielen die geschaffenen Kunstwerke auf Buddhafiguren ab. Die aufw\u00e4ndige und schwei\u00dftreibende Schritte zur Herstellung (Model aus Ton\/Holzspan, Wachsschicht, 2.Model, \u2026Gie\u00dfen \u2026 Bearbeiten und Feintuning) werden uns erkl\u00e4rt. <\/p>\n<h3 class=\"\">Insel Inn Wa<\/h3>\n<p><em>Inn Wa<\/em> ist eine Insel, denn das am Ayeyarwady gelegene Landst\u00fcck, wird von zwei weiteren Fl\u00fcssen umgrenzt. Da es keine Br\u00fccke gibt, muss man mit dem Boot vom \u201cFestland\u201d aus anreisen. Hier nehmen wir auch gleich das Mittagessen ein, und fahren mit einer Kutsche \u00fcber die Felder um die einzelnen Sehensw\u00fcrdigkeiten der Gegend zu besuchen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bagaya<\/strong> Kloster aus Teakholz (gewaltige Holzs\u00e4ulen),<\/li>\n<li><strong>Yodana Hsemee Pagoda Complex<\/strong> meist nur mehr Ruinen aus dem 17. Jhdt.<\/li>\n<li><strong>Mahar Aung Mye Bon San<\/strong> Kloster mit Me Nu-Tempel (Me Nu war Tochter des vorletzten und Ehefrau des letzten K\u00f6nigs von Myanmar \u2013> klarer Fall von Inzest!)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein sch\u00f6ner Blick auf alte und neue Br\u00fccke \u00fcber Ayeyarwady-Fluss runden den tollen Gesamteindruck ab.<\/p>\n<h3 class=\"\">Sonnenuntergang am Taung Tha Man See<\/h3>\n<p>Burma ist ber\u00fchmt f\u00fcr seine stimmungsvollen Sonnenunterg\u00e4nge, deshalb haben wir f\u00fcr den heutigen Tag wieder eine interessante \u00d6rtlichkeit ausgesucht: auf oder im Boot neben der ber\u00fchmten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/U-Bein-Br\u00fccke\/\">U Bain Br\u00fccke<\/a>, sie ist die \u00e4lteste und l\u00e4ngste Teakholz-Br\u00fccke der Welt und \u00fcberspannt den Taung Tha Man See, lassen wir den Tag ausklingen.<\/p>\n<h3 class=\"\">Abendessen<\/h3>\n<p>Beim Abendessen sind wir nun schon schlauer und lassen den muslimischen Chinesen und seine Suppe aus &#8211; und essen im \u201cBiergarten\u201d Teigtaschen und Fleischspie\u00dfchen und trinken dazu Bier.<\/p>\n<h2 class=\"\">Donnerstag, 26.2. (Tag 7)<\/h2>\n<p>Der Inle-See und seine Bewohner mit ihren interessanten Lebensformen z\u00e4hlen wohl zu den bedeutendsten Natursehensw\u00fcrdigkeiten Burmas, deshalb schlie\u00dfen wir unsere Rundreise an diesem Punkt ab.<\/p>\n<h3 class=\"\">mit dem Flugzeug von Mandalay nach He Ho<\/h3>\n<p>Ein gro\u00dfer, nahezu leerer, moderner Flughafen wartet auf eine handvoll Touristen. Viel scheint sich am Mandalay nicht zu tun, oder verlieren sich die Passagiere in dem relativ gro\u00dfen Geb\u00e4ude? Offenbar wird in Mandalay versucht den Flughafen zu forcieren, was angesichts der Flugzeit nach <em>He Ho<\/em> von 20 min. eine Erkl\u00e4rung w\u00e4re. Oder, dass ein Flugzeug in 20 min. locker 100 km zur\u00fcck legt und das auf der Stra\u00dfe in etwa 3 Stunden dauern w\u00fcrde.<\/p>\n<h3 class=\"\">mit dem Bus von He Ho nach Nyaung Shwe<\/h3>\n<p>Ausgangspunkt unserer <em>Inle<\/em>-Tour ist das St\u00e4dtchen <em>Nyaung Shwe<\/em> wo wir uns im Hotel <em>Hu Pin<\/em> einquartieren und dann mit dem Longtail Boat den See bzw. die Orte am See erkunden. <\/p>\n<p>Bevor wir nach <em>Nyaung Shwe<\/em> kommen, wohnen wir noch der traditionellen Papiererzeugung und Papierregenschirmerzeugung bei und besuchen erneut ein Kloster aus Teakholz<\/p>\n<p>Weitere Erlebnisse:<br \/>\n* Fahrt mit Long Tail Boat \u00fcber den Inle See nach Pekon<br \/>\n* einbeinige Fischer vom Inle See<br \/>\n* Besuch von Handwerkern am See: Lotusseiden-Weberei, Metallschmied, Zigarrenfabrik, Silberschmied<\/p>\n<h3 class=\"\">Lustiger Abend in Nyaung Shwe<\/h3>\n<p>Obowhl in allen Reisef\u00fchrern angemerkt wird, dass es in Birma sehr oft zu Stromunterbrechungen kommen kann, sind wir bisher davon verschont geblieben. Aber ein kurzer Stromausfall w\u00e4hrend wir mit unserer Gruppe auf der Suche nach einem Lokal zum Abendessen sind, l\u00e4sst auch an diesem Klischee teilhaben.<\/p>\n<h2 class=\"\">Freitag, 27.2. (Tag 8)<\/h2>\n<p>Der heutige Tag steht im Zeichen des In Le Sees, den wir mit dem Long Tail Boat erkunden:<\/p>\n<h3 class=\"\">mit dem Boot am Inle &#8211; See<\/h3>\n<p>Kloster mit Markt, k\u00f6nigliches Boot<\/p>\n<h3 class=\"\">Besuch in Indain<\/h3>\n<p>\u201clittle Angkor Wat\u201d, 2000 Ruinen und restaurierte Stuppas<\/p>\n<h2 class=\"\">Samstag, 28.2. (Tag 9)<\/h2>\n<h3 class=\"\">mit dem Flugzeug von He Ho nach Thandwe<\/h3>\n<p>Leider m\u00fcssen wir uns von unserer liebgewonnen Reisebegleiterin <em>Tscho Tscho<\/em> verabschieden. Auch der dritte Flug im ATR\u201372 der burmesischen <em>Yangon Airways<\/em> verl\u00e4uft entspannt und das kredenzte Geb\u00e4ck im franz\u00f6sischem Stil schmeckt wunderbar.<br \/>\nWir treffen kurz nach Mittag am Flughafen von Thandwe ein und werden vom hoteleigenen Shuttleservice zum <strong>Amata Resort &#038; Spa<\/strong> gebracht, wo wir uns bis Donnerstag von der \u201canstrengenden Rundreise\u201d erholen.<\/p>\n<h2 class=\"\">Sonntag, 1.3. (Tag 10) &#8211; Mittwoch, 4.3. (Tag 13)<\/h2>\n<p>Ein herrlicher Sandstrand, Palmen im Hintergrund und ein t\u00fcrkis-blaues Meer bilden die fast kitschige Kulisse f\u00fcr unseren Strandurlaub. Joggen am weitl\u00e4ufigen Strand, \u00fcppiges Fr\u00fchst\u00fcck, Strandliegen, gelegentlicher Verzehr frischer thail\u00e4ndischer Mangos und burmesischer Ananas die uns von Strandverk\u00e4uferinnen feilgeboten und mundfertig zubereitet werden, Schnorcheln im leider fischarmen Meer, stets lustige Abendunterhaltung mit dem Gro\u00dfteil unserer Reisegruppe machen diese Woche zu einem echten Highlight. <\/p>\n<h2 class=\"\">Donnerstag, 5.3. (Tag 14)<\/h2>\n<p>Leider gehen die Tage am Ngpali-Strand viel zu schnell vorbei. Am Donnerstag geht es mit dem Flieger zur\u00fcck nach Rangun und dann weiter nach Bangkok, wo wir uns noch 2 Tage im Gew\u00fchl der Gro\u00dfstadt austoben k\u00f6nnen<\/p>\n<h2 class=\"\">Freitag, 6.3. (Tag 15)<\/h2>\n<p>Bangkok pr\u00e4sentiert sich hektisch wie immer, aber da wir im selben Hotel \u00fcbernachten wie bei unserem Urlaub im Jahr 2013 k\u00f6nnen wir unsere Ziele relativ entspannt ansteuern:<br \/>\n* mit dem Boot zur Central Station (Taksin Bridge)<br \/>\n* mit dem Boots-Taxi zum K\u00f6nigspalast<br \/>\n* mit dem Tuk-Tuk zum MBK und Siam Center<br \/>\n* Besuch im gigantischen Aquarium Sea World<br \/>\n* zur\u00fcck mit der MTS zur Central Station<br \/>\n* zu Fu\u00df zum Hotel &#8211; unterwegs besuchen wir die Stra\u00dfenk\u00fcche die uns schon 2013 eine wunderbare Suppe kredenzt hat.<br \/>\n* Relaxen im Hotel<br \/>\n* und wieder mit dem Shuttleboat zur Central Station<br \/>\n* River Cruise (bis Station 16) und wieder retour bis Hotel<br \/>\n* Shoppimg im modernen Asiathique-Markt<br \/>\n* gutes japanisches Essen mit Ashiha Bier (2 for 1)<br \/>\n* K.O. im Bett<\/p>\n<h2 class=\"\">Samstag, 7.3. (Tag 16)<\/h2>\n<p>Bis ca. 17:00 haben wir noch Zeit Bangkok zu erleben, und n\u00fctzen dies mit dem Besuch des gewaltigen <em>Chatuchak<\/em>-Wochenend Marktes. Eigentlich h\u00e4tten wir uns erwartet wirklich exotisches zu sehen &#8211; das meiste ist aber nur gew\u00f6hnliche Bekleidung, Schuhe, Taschen, Souveniers, Standard-Essen, \u2026 Offenbar ist der Markt kein Geheimtipp mehr f\u00fcr Touristen.<\/p>\n<p>Um 17:45 geht\u2019s dann zum Flughafen und ein weiteres Highlight des Urlaubs beginnt: der Flug nach Doha mit dem Airbus A380XXL. Mit weiteren 500 Passagieren geht es in etwa 6 Stunden in die Hauptstadt von Qatar, wo wir wieder in die Boing 787 nach Wien einsteigen.<\/p>\n<h2 class=\"\">Sonntag, 8.3. (Tag 17)<\/h2>\n<p>Ankunft in Wien. <\/p>\n<\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Burma 2015 Seit Jahren steht Burma ganz oben auf der Liste unserer Wunsch-Reiseziele, denn im Gegensatz zu vielen anderen ostasiatischen L\u00e4ndern hat sich das Land, leider bedingt durch die Milit\u00e4rdiktatur bis 2011, einen Teil seiner Authentizit\u00e4t bewaren k\u00f6nnen. 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